26.4.2018 Im Wettbewerb um Europas schönste Küste liegt bei mir bisher Kataloniens Südküste mit Abstand vorne

Ich bin verliebt in die Mittelmeerküste zwischen der spanischen Grenze zu Frankreich und Tarragona. Es ist ein reines Vergnügen diese Strecke entlang der Küste zu fahren. Eine teilweise unberührte, teilweise aber auch wunderschön gestaltete Steilküste wird schätzungsweise durch bis zu 30 km durchgehende Sandstrände immer wieder unterbrochen.Dabei sind die Gebäude, insbesondere in den sehr steilen Teilen, mit viel Sinn für die Natur zum Teil mehr über- als nebeneinander in die Landschaft integriert. Die katalanischen Farben gelb und rot dominieren die Fassaden und bilden dadurch eine farbliche Einheit mit den Felsenformationen. Moderne Architektur wechselt sich mit klassischen Gebäuden in harmonischer Weise ab. Es ist in Katalonien ganz eindeutig die wirtschaftliche Leistungskraft dieser spanischen Region zu spüren, an den Gebäuden genauso wie an der Infrastruktur. Alles vom Feinsten. Barcelona und Tarragona sind hier die Perlen der Landschaft mit ihren besonderen Sehenswürdigkeiten. Die eine punktet mehr mit modernen Einrichtungen, die andere durch deren römische Geschichte.

Als Nachtrag hier eine Aufnahme des letzten Ankergrunds, die Einzelheiten aus mehr als 6 Metern Tiefe offenbart: Sand, Pflanzen und Fische
Die Abfahrt aus dieser paradiesischen Bucht fiel schwer
Die unentwegt brennende Sonne zwang mich zum Aufbau meines Bimini. Hier eine Aufnahme vom Kajütenniedergang.
Dieser Katamaran verfolgte mich über 80 km und war letztlich schneller als ich. Seine zwei Motoren hatten wohl mehr Leistung.
Die Skyline von Barcelona aus der Ferne gesehen. Sehr moderne und einfallsreiche Architektur ist hier zu sehen.
In der Mitte im Hintergrund das weltberühmte Zuckerbäckergebäude von Gaudi und rechts ein Parabelbau wie in London.
Zwei moderne Hochhäuser und dazwischen? Es sieht aus wie ein großes goldenes Luftschiff.
Mein Ankerplatz am Ufer vor Gebäuden des Flughafens von Barcelona. Rechts die Uferabsicherung einer Flußmündung
Der Fluß fließt hinter dem Ende des Wellenbrechers in das Mittelmeer, der Liegeplatz ist also nur bei schwachem Wind geeignet. Wie das Wasser verrät, war das an diesem Tag der Fall.

An Barcelona bin ich in Ufernähe vorbeigefahren und habe kurz nach dem Passieren des Hafens an einem Strand direkt neben dem Flughafen geankert, denn das Wetter hat sich in den letzten Tagen grundlegend geändert. Die Zeit der schnellen Wetterveränderungen scheint abgeschlossen und die Fahrten dadurch besser planbar zu werden. In Tarragona habe ich im Stadthafen eine Nacht verbracht, um mich am Morgen mit Lebensmitteln zu versorgen. Heute bin ich von dort bis an die Landzunge des Ebros gefahren und ankere wieder am Strand, dieses Mal bei anfänglichem Starkwind, der mir ein einfaches Festmachen in einem Hafen auch gar nicht erlaubt hätte. Diese Art des Übernachtens ist nicht nur kostenfrei, sondern sie ist auch äußerst naturnah und in der Regel auch sicherer, als in einem Hafen, wenn dieser aus seiner schwachen Seite angeweht oder angeströmt wird. Die Übernachtung in einem spanischen Hafen kostet für ein Schiff wie der Odd@Sea zwischen 36 und 50 € in der zurzeit gültigen Vorsaison, danach mehr als das Doppelte. Das Ankern geht problem- und mühelos bei jedem Wetter, wenn der Ankergrund, z.B. ein Sandstrand, geeignet ist. Jetzt am späten Abend hat der Wind seinen Dienst quittiert und ich liege nun, während ich diese Zeilen schreibe, inmitten einer riesig großen Wasserlandschaft auf 3 Meter Tiefe völlig ruhig. Da der Wind, vom Ufer her kommend, keine Wellen aufbauen kann, waren die Bewegungen des Schiffes nur durch den Wind verursacht, dessen Kräfte aber sehr viel kleiner als die des Wassers sind. Tagsüber genieße ich übrigens in diesen Tagen mehr als 26°C und am Abend geht das Thermometer kaum unter 22°C.

Abfahrt aus der Marina der Stadt Tarragona, einer sehr alten Stadt mit viel römischer Geschichte
… und einem respektablen Hafen, der auch sehr große Schiffe aufnehmen kann
… und sogar große Segelschiffe, wie diese Dreimastbark

Morgen soll es an Valencia vorbei in Richtung Denia gehen, dem Absprungsort für die Überfahrt auf die Balearen.

Mein heutiger Ankerplatz, den ich bei Windstärke 6 ohne Probleme anlaufen konnte
… bei dem trotz starken Windes kaum Wellen wegen der Ufernähe angefacht werden können. Dahinter das offene Meer.
Die Kette fällt normalerweise senkrecht vom Bug ins Wasser. Hier fällt sie etwa im Winkel von 45°, was auf größere Windkräfte am Schiff schließen läßt. Da die Wellen trotzdem sehr klein sind, bewegt sich das Schiff kaum.

5 Gedanken zu „26.4.2018 Im Wettbewerb um Europas schönste Küste liegt bei mir bisher Kataloniens Südküste mit Abstand vorne“

  1. Lieber Jürgen, Du kommst ja gut voran, das steigert meine Lust bald ein mal dabei zu sein.
    Ich könnte frühestens am 7. Mai in Palma sein, von dort aus gibt es Fähren.
    Deine jetzige Position find ich mit Marinet nicht mehr, entweder nicht aufgezeichnet oder ich mach was falsch.
    Guten Sprung hinüber nach Ibiza, herzliche Grüsse
    Walter

  2. Lieber Jürgen
    Wir fahren gerade mit Angu mit einem Schiff über die Havel und denken doll an Dich und dein Abenteuer ist gerade Gespräch am Tisch.
    Lass es Dir gut gehen und wir denken an Dich
    Mit herzlichen Grüßen
    Peter
    ( denke an die Etappe Mississippi..) 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.