7.10.2017 Genuß im Maintal

Bevor ich auf die letzten Tage eingehe, möchte ich noch nachholen, wie es in dem kleinen Hafen von Mainaschaff weitergegangen ist. Der gesamte geplante Abfahrtstag war von Anfang an so stürmisch, dass ein Ablegen überhaupt nicht in Frage kam. Es war der „Versicherungstag“ in Deutschland, an dem Norddeutschland schwer gelitten hat. Hier waren nur die Ausläufer des Orkans zu spüren. Am Tag nach diesem weiteren Wartetag war es am Morgen nur noch schwach windig und es gelang mir ohne jede Schwierigeit, die Odd@Sea aus der Enge des Liegeplatzes wieder in den Main zu bugsieren. Die vom Hafenmeister angebotene Hilfe in der Not benötigte ich nicht. Wie ging das? Ich habe das Schiff selber das Manöver machen lassen, indem ich abgewartet, beobachtet und schließlich seinen Willen interpretiert und genutzt habe. Nach kurzem Rückschub im Leerlauf, um vom Steg wegzukommen, drehte der Wind das Boot von ganz alleine in die richtige Richtung, wie von Geisterhand. Die Ausfahrt war auf diese Weise komplikationslos erledigt. 7.10.2017 Genuß im Maintal weiterlesen

4.10.2017 Zwei Wochen lang wohnen und warten auf der Werft – vor drei Tagen ging es endlich wieder weiter

Vorausschicken muss ich, dass die mehr als zwei Wochen in Bingen zwar vom Grund her ärgerlich waren, diese dort aber durchaus ihre Reize hatten und daß die letzten drei Tage dennoch aber wie eine Befreiung wirkten und auch über die Maßen anstrengend gewesen sind, sodaß ich nach jeder abendlichen Ankunft in einem Hafen nur noch ins Bett fallen konnte. Ich bitte um Verständnis, daß ich erst heute wieder über die Fortsetzung meiner Reise schreibe.

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19.9.2017 Der technische Befund

Der Schlepper aus Niederheimbach traf pünktlich um 9:00 Uhr in Bingen ein. Vorher hatte ich mein Schiff eigenhändig um 180° am Steg drehen müssen, damit wir in der richtigen Position den Werftanleger anlaufen konnten. Das war bei der Windstille am Morgen kein Problem. Nun begann aber der aufregende Teil der Aktion. 19.9.2017 Der technische Befund weiterlesen

14.9.2017 Es geht zunächst mit Freude weiter – dann der Schock

Die Arbeiten am Wärmetauscher und die Reparatur der Warmwasserleitung waren erfolgreich und ich konnte in Leverkusen endlich die Leinen losmachen. Es ging zunächst vorbei an Köln bis Mondorf, 41 km stromaufwärts. Hier und in den folgenden Häfen Neuwied und „Am Hunt“, die der Landschaft entsprechend eingeklemmt zwischen zunächst noch niedrigem und später dann tief eingeschnittenen Relief liegen, war es wieder unmöglich, eine Zugang zum Netz mit dem ISDN-Stick zu bekommen und es dauert daher einige Tage, bis ich mich jetzt wieder melde. Selbst das Handy sowie das DVBT2-Fernsehen machten wegen der Funklöcher dort nicht mit. Ich bitte daher für Verständnis, dass ich erst jetzt wieder etwas berichte. 14.9.2017 Es geht zunächst mit Freude weiter – dann der Schock weiterlesen

12.9.2017 Hoffnung auf Weiterfahrt

Ich liege jetzt mehr als drei Wochen in Leverkusen und habe heute morgen von dem Servicetechniker, der sich meines Motors angenommen hat, die erfreuliche Nachricht erhalten, dass die Ersatzteile, zwei baugleiche Teile, heute oder morgen in Leverkusen eintreffen werden. Eines aus Portugal, das andere aus Dänemark. Der Status der Anfrage war „havariertes Schiff“, also wie bei AOG („Aircraft on Ground“) die höchste Dringlichkeitsstufe! Ich bin hoffnungsvoll gespannt, ob es bei den 16 Tagen für diesen Vorgang bleibt und dass dann auch die Zeit in der Werkstatt verfügbar ist, um die Teile wieder in meinen Motor einzubauen. 12.9.2017 Hoffnung auf Weiterfahrt weiterlesen

8.9.2017: Frustration macht sich breit

Vor zwei Wochen habe ich meinen Törn unterbrochen, um das Überhitzungsproblem meines Motors abschließend zu beheben. Für mein Vorhaben ist dessen verlässliche Funktion absolut notwendig. Es dauerte eine Woche bis sich eine meinem Standort (immer noch „Wacht am Rhein“ in Leverkusen) nahe gelegene Nautik-Servicewerkstatt meines Reparaturauftrags annehmen konnte. Nach dem raschen Ausbau das Wärmetauschers und der Befundung des Schadens warten nun alle Beteiligten auf die Ersatzteile, seit fast einer Woche! Das zerrt insofern an den Nerven, da das Zeitfenster zum sicheren Erreichen des östlichen Mittelmeers vor Weihnachten langsam verschwindet. Von der notwendigen Zeit für mein geplantes, ausgiebiges Besuchsprogramm für die Hauptstädte der Donauländer einmal ganz zu schweigen.

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