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2.8.2019 In drei Tagen von Rügen nach Hamburg

Heute noch von Glückstadt die Elbe hoch nach Hamburg und ich liege wieder im zeitlichen Masterplan, der eine Rückkehr von meinem Ostseetörn in der ersten Augustwoche vorgesehen hatte. Leider fand dieser nun in einer stark verkürzten Form statt. Das konnte heute leicht gelingen, denn die Mittagsflut konnte ich als hauptsächlichen Antrieb verwenden, denn es ist fast Windstill heute hier im Norden und das Segel wurde nur zweimal kurz genutzt, um das Angebot von einigen kleinen Gewitterstürmchen nicht auszuschlagen.

Was ist seit Rügen geschehen? Fahren, fahren, fahren, ankern, fahren, fahren, ankern, usw. Warum ankern? Das spart einfach Zeit und Geld und man kann den Zeitpunkt für die Nachtruhe nach dem eigenen Wohlbefinden bestimmen. Außerdem ist die nächtliche Ruhe auf dem Wasser eine stete Quelle für neue Energie und immer wieder atemberaubend schön.

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29.7.2019 Die Realitäten und der daraus resultierende totale Frust zwingen mich zum Abbruch des Vorhabens „St. Petersburg“

Für mein Vorhaben St. Petersburg war ursprünglich die Abfahrt für Anfang Juni geplant. Als Erster zeigte mit der Zahnarzt die rote Karte, denn meine umfangreiche Zahnrestaurierung benötigte insgesamt dann doch drei Monate. Die abschließenden Kontrollen fanden in der zweiten Juniwoche statt. Das war aber nur ein Teil der Ursachen für mein Scheitern. Einerseits aus Faulheit, anderseits aus technischen Gründen, dauerte die Vorbereitung des Schiffs etwa zwei weitere Wochen. Das betraf den Einbau des Windpiloten genauso wie eine dringend benötigte Reinigung des Unterwasserschiffs in der Werft, den Austausch sämtlicher Batterien sowie zahlreiche weitere Kleinigkeiten. Ich habe darüber berichtet. Die daraus resultierende Verspätung hätte mir eigentlich sagen müssen, dass meine sehr optimistische Zeitplanung nicht zu schaffen ist. Es kam aber noch dicker: Ich musste mich während dieses Törns noch einmal die gleiche Zeit beim Abwettern gedulden und abwarten, dass der für die Ostsee typische Nordostwind in dieser Jahreszeit in untypischer Weise seinen Rhythmus für mich aufgibt. Das tat er natürlich nicht. Das Warten kannte also kein Ende mehr. Hätte ich die rosarote Brille nur einmal abgenommen, wäre meine Erfolglosigkeit von Anfang an sichtbar gewesen. Doch wie weit kommt der Mensch mit dem Kopf durch eine Wand?

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26.7.2019 No news are good news

Ich möchte keinen der Leser dieses Blogs langweilen mit der Information, dass sich nichts Besonderes tut auf der Odd@Sea. Allerdings soll immer einmal wieder ein Lebenszeichen von mir empfangen werden. Deshalb an dieser Stelle keine Neuigkeiten, sondern lediglich die Auskunft, dass ich in diesen Tagen einen ganz normalen Alltag erlebe, wie es alle von uns tun, und ansonsten viel Ruhe im niedertourigen Leerlauf im Hafen von Kolberg. Ein großer moderner mitteleuropäischer Supermarkt ist in der Nähe. Das Catering kostet mich also kaum Mühe.

Nach wie vor stehen die Winde ungünstig für mein Weiterkommen in Richtung Nordost, also der baltischen Staaten und St. Petersburg. Zeiten der Windstille wechseln sich ab mit schwachen bis starken Nordostwinden. Das soll noch bis zum Monatsende so weitergehen. Ich habe mir erst einmal den Liegeplatz bis dahin gesichert, bin aber unschlüssig, wie es weitergehen soll. Das Monatsende bedeutet zugleich die Halbzeit für den aktuellen Törn. Litauen und Lettland sind wohl noch zu schaffen bis zu meiner Rückkehr nach Hamburg Ende August, Estland und Russland definitiv nicht und damit auch nicht Finnland. Schade, aber so ist das Seglerleben. Nicht alle Vorhaben gelingen.

Sollte sich absehbar bis in die erste Augustwoche hinein nichts ändern an der Wettersituation, dann werde ich mein Vorhaben deutlich verkürzen und mich über Bornholm zu den schwedischen und dänischen Schären aufmachen. Dann sollte es mit der begrenzten Fahrtdauer kein Problem mehr geben.

Ihr lieben Leser, ich habe in diesen Tagen nichts Interessantes zu berichten und auch keine Aufnahmen gemacht. Ich bitte daher um Verständnis, dass ich mich heute kurz fasse und mich erst wieder melde, wenn ein konkretes Vorhaben ansteht.

23.7.2019 Nun geht es aber endlich los mit dem Ostseetörn!

Ich habe seit einiger Tagen keinen Blogbeitrag mehr geschrieben. Der Grund dafür geht wohl aus dem folgenden Bericht sehr klar hervor. Leider ist dieser aber dadurch auch etwas länger geworden, als es typisch ist. Ich bitte freundlich um Absolution.

Da war richtig Verkehr vor dem Hafen Möltenort! Hier fährt gerade eine große Ostseefähre an der Hafeneinfahrt vorbei.
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11.7.2019 Da habe ich wohl zu viel Glück erwartet

Die zweite Busfahrt zum Ausrüster erfolgte dieses Mal schnell und unfallfrei. Der Akku musste noch ein wenig Ladung bekommen, was etwa eine Stunde Wartezeit in Anspruch nehmen sollte, mir jedoch die Möglichkeit gab, einen der neuen Elektroroller erstmalig zu erproben. Nach einer kurzen Einweisung durch den wirklich sehr fachkundigen und freundlichen Verkäufer legte ich in den engen Gängen des Verkaufsraums los. Gefährden konnte ich niemanden, denn ich war so ziemlich der einzige Kunde zu dieser Zeit. Zunächst skeptisch zu diesem Gerät stehend, ereilte mich nach einer sehr kurzen Eingewöhnung fast schon die Sucht nach mehr, denn es ist wirklich recht einfach, so ein Ding zu steuern und die Beschleunigung des Rollers ist sehr beeindruckend.

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10.7.2019 Ein altes Problem holt mich wieder ein: Meine Batterien

Aus der einen geplanten Übernachtung im Hafen von Glückstadt wurden drei Tage Liegezeit, denn das Wetter änderte sich keineswegs. Ich nutzte die Zeit, um bei einem winzigen Schiffsaurüster direkt am Hafen, der ein erstaunlich vielfältiges Sortiment anbietet, eine Handvoll Schäkel zur dauerhaften Befestigung des Radarreflektors und den mir noch fehlenden Union Jack für einen geplanten Stopp in England zu kaufen sowie meinen Kühlschrank aufzufüllen. Außerdem machte ich mich mit den Fahrregeln auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) vertraut. Bei gleichem Wetter wie an den Vortagen, aber auch der Aussicht auf die für diesen Tag erwartete Beruhigung, verließ ich Glückstadt um etwa 10.00 Uhr und fuhr die Elbe weiter runter nach Brunsbüttel, vorbei an dem (abgeschalteten?) Kernkraftwerk und der aus den heißen politischen Tagen her bekannten Ortschaft Brokdorf. Dann hieß es warten vor der kleineren der beiden Doppelkammerschleusen, bis ein kleines weißes Blinklicht die Einfahrt der Sportboote in eine der Kammern erlaubt.

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5.7.2019 Startschwierigkeiten – das Wetter spielt nicht mit

Eigentlich wollte ich zum Monatsbeginn am Montag meinen Törn starten und zunächst mit ablaufendem Wasser die Elbe hinunter bis nach Brunsbüttel und dort durch die Schleuse in den Nord-Ostseekanal einfahren in Richtung Schleuse Kiel-Holtenau bzw. in die Ostsee. Das war der Plan. Der Wetterbericht lehrte mich etwas anderes. Ohne absehbares Ende soll es Starkwind aus West bzw. Nord-West in Böen bis 23 Knoten geben. Meine Segelnachbarn in Finkenwerder warnten mich vor der Kombination Wind gegen Strom, da sich dabei auch auf der Elbe im Extremfall bis zu 3 Meter Welle aufbauen können. Ich entschloss mich, 2 weitere Tage in dem angenehm ruhigen Hafen abzuwettern. Am Mittwoch sagte der Wetterbericht ein wenig schwächere Windspitzenwerte voraus, ich machte also die Leinen los und fuhr in die Elbe bei herrlichem Sonnenschein ein. Mein erstes Ziel war die große Marina in Wedel, um die Tankstelle dort anzulaufen. Vorbei an Blankenese, an einem großen Seeschiff.

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Rückblick auf die Zeit zwischen den Törns

Nach der Ankunft in Cuxhaven im August letzten Jahres habe ich die Odd@Sea zunächst weiter die Elbe hoch nach Glückstadt und von dort zusammen mit meiner Familie an Bord in den zentralen City Sporthafen Hamburg direkt am Baumwall und unterhalb der Elbphilharmonie gefahren, um für den Winter dort festzumachen. Dieser kleine schwimmende Tidenhafen liegt mitten im Stadtzentrum direkt an der Hochbahnstation Baumwall am Fuß der Elbphilharmonie und damit im Zentrum des touristischen Interesses der Hansestadt. Eine bessere Location für die Überwinterung gäbe es nicht, wenn hier nicht auch ein Zentrum der Aktivitäten der Hamburger Barkassenflotte inmitten des Industriehafens wäre, die einen erheblichen Schwell verursachen. Sämtliche schwimmenden Elemente des Hafens schaukeln nicht unerheblich und verursachen Uneingeweihten zum Teil erhebliche Probleme. Daran muss man sich natürlich erst einmal gewöhnen. Da ich nach meinem Jahrestörn einigermaßen erschöpft und müde war, fiel mir das aber nicht sehr schwer, denn ich habe zunächst viel Zeit in meiner Koje verbracht.

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17.8.2018 Nun ist es passiert: Meine Reise endet plangemäß hier und heute

Alle guten Dinge haben ein Ende. Warum eigentlich? Damit Platz geschaffen wird für noch Besseres!

Gestern gegen 16.00 Uhr war es soweit. Nach 365 unglaublich abenteuerlichen, erlebnisreichen oder einfach schönen Tagen auf dem Wasser, habe ich Europa auf dem Wasserweg umrundet und dabei sehr viele neue Erfahrungen machen dürfen. Gute und weniger Gute. Zwar werde ich weiterhin in meiner Blechbüchse, der Odd@Sea leben, also auf dem Wasser, aber sicherlich anders als im letzten Jahr. Wo das auf dieser Welt sein wird und wie es mit mir weitergeht, kann ich heute noch nicht sagen. Projekte und Ideen habe ich jedenfalls haufenweise. Auf jeden Fall endete der letzte Törn dieser Reise heute mit der Hilfe der Seenotretter von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Dazu aber später. 17.8.2018 Nun ist es passiert: Meine Reise endet plangemäß hier und heute weiterlesen

12.8.2018 Nach einer harten Nacht des Nachdenkens eine realistische Erklärung für den erneuten Bruch in der Autopilotanlage

Schlaflose Nächte sind so unnötig wie ein Kropf. Manchmal kommt aber doch etwas Sinnvolles dabei heraus. So war es in dieser Nacht. Meine Gedanken reichten von der Aufgabe meines Vorhabens kurz vor dem Abschluss bis hin zum Verkauf des Schiffes. Wenn die wesentliche Frage nach der Ursache der strukturellen Probleme nicht geklärt ist, werden sämtliche Aktionen letztlich zu aufwändigen Probieraktionen mit letztlich ungewissem Ausgang. 12.8.2018 Nach einer harten Nacht des Nachdenkens eine realistische Erklärung für den erneuten Bruch in der Autopilotanlage weiterlesen